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Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum bei Lebensmitteln

Erfüllt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) seinen ursprünglichen Zweck, nämlich Lebensmittelsicherheit zu garantieren, oder trägt es stattdessen zur frühzeitigen Lebensmittelvernichtung bei?

Ein um ein halbes Jahr abgelaufener Stollen, bis zu zwei Monate über dem MHD liegender Joghurt und Butter – alles schmeckt und ist gesundheitlich unbedenklich. Doch warum muss das so sein? Der Grund dafür liegt wie immer etwas tiefer.

Beginnen möchte ich mit einem Irrtum: Beim Mindesthaltbarkeitsdatum handelt es sich NICHT um ein Verfalldatum.

Das MHD gibt an, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel bei sachgerechter Aufbewahrung auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen sowie gesundheitliches Risiko zu konsumieren ist.

Deshalb MUSS das Lebensmittel auch nach dem angegebenen Datum noch verzehrbar sein. Die Frage ist nur wie lange. Das hängt natürlich vom Produkt ab.

Und hier beginnt meist der erste Irrtum. Bei sehr leicht verderblichen Lebensmitteln, die nach kurzer Zeit eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit sind, wie z. B. Hackfleisch, ist anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums („mindestens haltbar bis:“ Datum) das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis:“ Datum) anzugeben. Und dieses sollte man wirklich unbedingt beachten.

Im alltäglichen ungenauen Sprachgebrauch werden Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum bei Lebensmitteln aber leider häufig gleichgesetzt.

Das Mindesthaltbarkeitsdatums wird vom Hersteller festgelegt. So kann es sein, dass gleichartige Produkte verschiedener Hersteller eine unterschiedliche Mindesthaltbarkeit haben. Es kann sogar so sein, das Obwohl an einem Tag produziert, unterschiedliche Mindesthaltbarkeitsdaten auf Produkte derselben Charge gedruckt sind. Grund dafür sind dann oft Bedürfnisse des Handels und auch der Wille der Verbraucher, der immer nur das Allerfrischste beim Einkaufen will.

Als Verbraucher muss man nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit damit rechnen, dass das Lebensmittel nicht mehr voll den Erwartung entspricht. Möglich sind Veränderung des Aromas, Veränderung der Konsistenz, Austrocknung, Befall mit Bakterien, Befall mit Schimmelpilzen oder auch Fäulnis

In den ersten Fällen kann man als Verbraucher selbst entscheiden, ob man das wertverminderte Produkt noch verzehren möchte, während bei Fäulnis, Bakterien- oder Pilzbefall Gefahr für die Gesundheit bestehen kann.

Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen sogar weiter verkauft werden, sofern der Verkäufer sich davon überzeugt hat, dass die Ware einwandfrei ist. Aber der Verbraucher wird diese “abgelaufene” Ware wohl eher nicht haben wollen. Es entsteht auch kein Schadensersatzanspruch des Kunden, wenn dieser ohne Absicht ein Produkt mit abgelaufenem MHD erwirbt, sofern das Produkt noch als einwandfrei betrachtet werden kann. Produkte mit abgelaufenem MHD dürfen auch grundsätzlich noch verarbeitet werden, wobei sich der Verarbeiter möglicherweise einem höheren Risiko aussetzt, im Schadensfall belangt werden zu können.

Was bedeutet das nun für den Verbraucher?

Wir alle haben Sinnesorgane die wir einsetzen können und müssen. Wenn der Joghurt schlecht ist, riecht man das. Und Butter die Ranzig ist, stinkt und schmeckt eklig. Ich habe schon Stollen gegessen der fast zwei Jahre alt war. Und der schmeckte richtig Klasse 🙂

Das MHD dient zur Orientierung. Mehr auch nicht. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist ein vorgeschriebenes Kennzeichnungselement, das laut EU-Recht auf Fertigpackungenanzugeben ist. Das MHD gibt an, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel bei sachgerechter Aufbewahrung (insbesondere Einhaltung der im Zusammenhang mit dem MHD genannten Lagertemperatur) auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen sowie gesundheitliches Risiko zu konsumieren ist.

Und die Antwort auf die Eingangs gestellte Frage ist ganz klar NEIN. Das MHD trägt NICHTS zur frühzeitigen Lebensmittelvernichtung bei. Lebensmittel vernichten tun wir alle nach eigenem gut dünken.

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Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln alphabetisch geordnet.

Nicht jedes Lebensmittel muss mit dem erreichen des MHD weggeworfen werden.

Welches Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sofort in den Müll gehört – und welches nicht unbedingt. Hier eine Übersicht über die Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln alphabetisch geordnet.

Ananas

Aufgeschnittene Ananas aus der Frischetheke ist laut Etikett nur zwei Tage haltbar. Die Fruchtstücke sind auch noch vier Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sehr gut. Nach zehn Tagen sind deutliche Spuren von Verderb sichtbar.

Bier

Bier ist durchaus auch nach Ablauf des MHD noch genießbar. Faustregel: Je dunkler und kühler man es lagert, desto besser. Bier im Fass hält also unter Umständen länger als in einer durchsichtigen Glasflasche, wenngleich die Hersteller inzwischen Gläser verwenden, die weniger UV-Strahlung durchlassen oder das Bier durch Pasteurisierung länger haltbar gemacht wird. Nach und nach verliert Bier zunächst an Geschmack und Farbe. Flocken Bestandteile aus, kann dies ein Hinweis auf Verderb sein.

Bioprodukte

Bioprodukte sollten nahe am MHD verbraucht werden, da sie in der Regel weniger oder gar keine Konservierungsstoffe enthalten. Deshalb verderben sie auch schneller.

Brot

Schnittbrot ohne Konservierungsstoffe ist auch noch zehn Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums essbar. Solange beim Brot kein Schimmel feststellbar ist, kann man es noch Essen. Beginnt Brot an mehreren Stellen zu schimmeln, sollte es ganz weggeworfen werden. Kleine Schimmelstellen auf einem Laib Brot sollten auch nicht herausgeschnitten werden. Generell gilt, dass geschnittenes Brot schneller verschimmelt als Brot am Stück. Zeigt sich hier ein Schimmelbefall, sollten nicht nur die angeschimmelten Scheiben, sondern auch ein paar Scheiben davor und dahinter weggeworfen werden, da Schimmelpilze auch unsichtbar im Inneren des Brotes wachsen.

Buttermilch

Buttermilch, bei der sich die Deckelfolie wölbt, ist bedenkenlos genießbar. Hier sind lebende Milchsäurebakterien am Werk, die gesund sind. Sobald aber Schimmel zu sehen ist, muss die Buttermilch weggeschmissen werden.

Camembert

“Arttypischer” weißer Schimmel sorgt für Reifung. Bei längerer Lagerung wandert der weiche Flaum auf die Schnittfläche, der Käse ist jedoch noch bedenkenlos genießbar.

Eier

Im Kühlschrank gelagert, sind Eier zwei bis vier Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus haltbar. Frischetest: Eier in ein Glas Wasser legen. Liegt es unten am Boden, ist es noch frisch. Schwimmt es oben, ist das Ei älter. Tipp: Ältere Eier lassen sich als gekochte Eier besser schälen.

Eiersalat

Es gibt Eiersalate, die tatsächlich auch noch zehn Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums haltbar sind. Allgemein gültige Angaben kann man in dieser Produktgruppe jedoch nicht machen.

Frischer Fisch

Hier ist ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben, welches auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Gefahr von Salmonellen oder Kolibakterien!

Fisch aus der Dose

Fisch aus der Dose in Öl ist durchaus länger haltbar als das MHD vorgibt. Nach dem Öffnen am besten prüfen, ob das Öl ranzig riecht. Dies beeinflusst den Geschmack negativ.

Fruchtaufstriche

Schimmelige Fruchtaufstriche mit weniger als 50 Prozent Zucker müssen komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Geflügel

Hier ist ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben, welches auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Gefahr von Salmonellen oder Kolibakterien!

Gemüse

Schimmeliges Gemüse, mit weniger als 50 Prozent Zucker muss komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Getreide

Getreide (zum Beispiel in Müsli), das mit Schimmel befallen ist, muss komplett weggeworfen werden. Hier bilden sich besonders gefährliche Schimmelpilzgifte, die Aflatoxine. Eine Vergiftung kann zu Leberschäden führen. Zudem wirken Aflatoxine stark krebsfördernd.

Gewürze

Trockengewürze ( z.B. getrocknete Kräuter) sollte man nach Ablauf des MHD wegwerfen. Die Dosen stehen oft in der Nähe des Herdes, wo sie immer wieder im Wasserdampf stehen, was wiedrum die Keimbildung beschleunigen kann. Außerdem verlieren sie deutlich an Geschmack. Im verschlossenen Zustand halten Gewürze länger: Vor Gebrauch prüfen.

Hackfleisch

Hier ist ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben, welches auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Gefahr von Salmonellen oder Kolibakterien!

Hartkäse

Schimmel auf Hartkäse wie beispielsweise Emmentaler sollte großzügig entfernt werden oder im Zweifel weggeworfen werden.

Joghurt

Joghurt hält sich bei richtiger Lagerung auch bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Sensorisch festgestellte Keime im Joghurt sind vorwiegend harmlose Milchsäurebakterien.

Kaffee/ Kakao

Geschlossen und vakuumverpackt sind Kaffeepulver und Kakao länger haltbar. Im geöffneten Zustand sollte man sie nicht deutlich nach Ablauf des MHD verwenden. Sie verlieren an Geschmack.

Käse

Wenn Hefe/Schimmelspuren zu sehen sind wegwerfen. Spätestens dann ist das Produkt nicht mehr genießbar.

Kefir

Kefir, bei dem sich die Deckelfolie wölbt, ist bedenkenlos genießbar. Hier sind lebende Milchsäurebakterien am Werk, die gesund sind. Sobald aber Schimmel zu sehen ist, muss der Kefir weggeschmissen werden.

Kochschinken

Vorsicht, in dieser Produktgruppe kann es zu einzelnen Ausreißern kommen. Der Schinken ist normalerweise maximal bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar. Wenn er Luftdicht verpackt ist aber oft länger.

Konfitüre

Schimmel auf Konfitüre mit mehr als 50 Prozent Zucker sollte großzügig abgehoben werden. Konfitüre mit weniger als 50 Prozent Zucker muss sofort weggeschmissen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Kompott

Schimmel auf Kompott mit mehr als 50 Prozent Zucker sollte großzügig abgehoben werden. Kompott mit weniger als 50 Prozent Zucker muss sofort weggeschmissen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Konserven

Produkte in Konserven, Dosen oder im Glas sollten nach dem Öffnen in ein verschließbares Gefäß umgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. So gelagert, sind sie noch maximal drei Tage haltbar. “Saure” Produkte halten etwas länger. In Gurkenkonserven schützt beispielsweise der Essig nach dem Öffnen der Lebensmittel vor mikrobiologischem Verderb. Konserven, deren Deckel sich nach außen wölben, müssen komplett weggeworfen werden. Vermutlich steckt das Bakterium Clostridium botulinum dahinter, das ein extrem gefährliches Botulinustoxin produziert. Der Erreger lebt in der Erde und vermehrt sich in den Konserven weiter, wenn Gemüse oder Früchte vor dem Einmachen nicht gründlich gesäubert und sterilisiert wurden.

Leberwurst

Leberwurst ist nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar, sie schmeckt sogar meist noch besser. Offensichtlich vollzieht sich eine Reifung in der Verpackung mit einer Ausprägung des Aromas und des Geschmacks.

Maggi

Maggi’s Würze aus der Flasche steht oft jahrelang in der Küche. Nach Ablauf des MHD ist sie nur bedingt verwendbar.

Mehl

Mehl ist durchaus etwas länger haltbar, auch nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums, wenn es verschlossen ist. Im geöffneten Zustand verdirbt es schneller, riecht oft etwas ranzig. Mehl bietet einen guten Nährboden für Parasiten, deshalb immer luftdicht verschließen.

Milch

Pasteurisierte Milch:

Die geöffnete Packung ist im Kühlschrank zwei bis drei Tage haltbar. Der Verderb ist leicht am säuerlichen Geschmack zu erkennen.

H-Milch:

Die geöffnete Packung ist im Kühlschrank zwei bis drei Tage haltbar. H-Milch verdirbt ohne Säuerung – der Verderb ist also nicht zu schmecken.

Sterilisierte Milch:

Die geöffnete Packung ist im Kühlschrank bis zu fünf Tage haltbar. Wie H-Milch verdirbt auch Sterilmilch ohne Säuerung. Bei Sauermilchprodukten: Sobald sich der Deckel nach oben wölbt, ist der Inhalt verdorben!

Mineralwasser

Mineralwasser ist auch nach Ablauf des MHD noch gut verwendbar, vor allem wenn es dunkel und kühl gelagert wurde.

Nüsse

Auch wenn “nur” die Schale von Schimmel befallen ist, müssen Nüsse komplett weggeworfen werden. Hier bilden sich besonders gefährliche Schimmelpilzgifte, die Aflatoxine. Eine Vergiftung kann zu Leberschäden führen. Zudem wirken Aflatoxine stark krebserregend.

Obst, allgemein

Schimmeliges Obst, mit weniger als 50 Prozent Zucker muss komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel. Oft liegen unten in einem Gebinde (Tüte Weintrauben, Schale Beeren etc.) einige von Schimmel befallene. Generell gilt: Pilzsporen verbreiten sich auch unsichtbar auf die anderen Obststücke. Bei starkem Befall deshalb das ganze Gebinde wegwerfen. Bei leichtem Einzelbefall nur die befallenen Beeren wegwerfen, die anderen, weiter entfernt liegenden können nach gründlichem Abwaschen noch gegessen werden. Das von Schimmel befallene Obst muss komplett weggeworfen werden, hier hilft kein Wegschneiden!

Pilze

Aufgewärmte Pilzgerichte sind, wenn sie rasch heruntergekühlt und genauso fix erhitzt wurden, bedenkenlos genießbar. Bakterien bilden sich nur, wenn Pilze länger warm gehalten oder bei Raumtemperatur stehen gelassen wurden. Pilze verderben dann sehr schnell und die Reste sollten höchstens einen Tag aufbewahrt werden.

Räucherlachs

Diese Produktgruppe unterliegt schwankenden Produktionsbedingungen, so dass das Mindesthaltbarkeitsdatum auf jeden Fall eingehalten werden sollte.

Saft, allgemein

Schimmelige Säfte mit weniger als 50 % Zucker müssen komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar durch den gesamten Saft.

Samen

Samen, die mit Schimmel befallen sind, müssen komplett weggeworfen werden. Hier bilden sich besonders gefährliche Schimmelpilzgifte, die Aflatoxine. Eine Vergiftung kann zu Leberschäden führen. Zudem wirken Aflatoxine stark krebsfördernd.

Schinken, luftgetrocknet

Befindet sich Schimmel auf luftgetrocknetem Schinken, sollte die äußere Schicht großzügig abgeschnitten werden.

Schokolade

Auch nach Ablauf des MHD ist Schokolade noch gut zu genießen, selbst wenn darauf ein grau-weißer Flaum zu sehen ist: Hier flockt die Kakaobutter aus. Dies ist völlig ungefährlich, sieht aber nicht besonders appetitlich aus. Auch einmal geschmolzene und dann wieder verfestigte Schokolade kann gut gegessen werden.

Schokoküsse

Bereits der ungekühlte Transport im Sommer vom Händler nach Hause genügt, um die Ware geschmacklich negativ zu beeinflussen.

Smoothie

Der geschlossene Smoothie ist weit über das MHD genießbar. Geöffnete Produkte verschimmeln innerhalb eines Tages und müssen umgehend beseitigt werden.

Spargel

Zwei bis drei Tage bleibt Spargel im Gemüsefach des Kühlschranks frisch, wenn man ihn ungeschält in ein feuchtes Tuch einschlägt. Grünspargel lagert man am besten aufrecht, in etwas Wasser stehend. Für etwa sechs bis acht Monate bewahrt Spargel seine Qualität, wenn man ihn wäscht und geschält einfriert. Im Anschluss sollte er vor der Zubereitung unaufgetaut ins kochende Wasser gelegt werden.

Spinatgerichte

Aufgewärmte Spinatgerichte sind, wenn sie schnell heruntergekühlt und genauso fix erhitzt wurden, bedenkenlos genießbar. Bakterien bilden sich nur, wenn der Spinat länger warm gehalten oder bei Raumtemperatur stehen gelassen wurde. Spinat verdirbt dann sehr schnell und die Reste sollten höchstens einen Tag aufbewahrt werden.

Spirituosen

Für Spirituosen ab einem Alkoholgehalt von zehn oder mehr Volumenprozent ist lebensmittelrechtlich kein MHD vorgesehen. Durch den relativ hohen Alkoholgehalt können sich keine lebensmittelverderbenden Keime entwickeln. Geschmacklich verändern sich gerade Weine nach dem Öffnen aber recht rasch.

Suppen

Schimmelige Suppen müssen komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Soße

Schimmelige Soßen müssen komplett weggeworfen werden. Da das Lebensmittel stark wasserhaltig ist, verteilen sich Schimmelgiftpilze über die Flüssigkeit unsichtbar über das gesamte Lebensmittel.

Speisequark

Angebrochener Speisequark hält sich bei sachgerechter Aufbewahrung im Kühlschrank noch etwa zwei Tage.

Tiefgefrorenes

Auch Tiefgefrorenes hat nur eine begrenzte Haltbarkeit. Faustregeln gibt es keine, es hängt von dem Produkt und der Verarbeitung ab. Fettiges hält weniger lange als Wasserhaltiges. Es gibt aber auch wasserhaltige Lebensmittel, die sich durch einfrieren gar nicht konservieren lassen (z.B. Banane, Tomaten), da ihre Struktur durch das Einfrieren zerstört wird.

Tütensuppen

In der verschlossenen Verpackung sind Tütensuppen auch nach Ablauf des MHD verwendbar. Dann sollte die Verpackung aber völlig unversehrt sein und keine Risse oder Löcher aufweisen. Im Einzelfall sollte man den Inhalt jedoch kritisch prüfen, denn hier können sich durch die künstlichen Inhaltsstoffe zum Teil Gifte bilden – also nicht zu lange aufbewahren.

Weckgläser

Obst und Gemüse halten eingemacht relativ lange, verlieren aber im Laufe der Jahre deutlich an Geschmack und Farbe. Außerdem kann sich das Fruchtfleisch nach und nach zersetzen. Am besten öffnen und kritisch prüfen. Zehn Jahre altes und älteres Einmachobst gehört in den Müll.

Wurst

Wurst nur bis zum MHD essen. Nach Ablauf immer wegschmeißen!